2023

You Are Currently Here:Startseite > 2023
3. März, 2023

Wanderfalken passen sich an

Von |2023-03-03T11:08:17+01:0003. März 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

So etwas finde ich interessant. Als während der „Lock-Downs“ der COVID 19-Epidemie die Großstädte der Welt für lange menschenleer wurden, ließen die Bewohner und Touristen dieser Städte weniger Nahrungsreste auf den Boden fallen.

(Auch wir in Heidelberg sehen in der Fußgängerzone Menschen beim Flanieren essen. (Es gibt bei der „Heidelberger Müllbeseitigung“ ein Zweierteam mit Müllauto, das ganztägig ausschließlich die zahlreichen Müllbehälter der langen Hauptstraße kontinuierlich leert: Hin und her, immer wieder.) Die zahlreichen Stadttauben (Columba livia) ernähren und vermehren sich entsprechend.  z.Zt. sehe ich einen Taubenschwarm von etwa 30 Vögeln, die im Umkreis von etwa 100 m um den Marktplatz, Heiliggeistkirche leben.)

Als nun in den Großstädten der Straßenmüll durch den „Lock-Down“ weniger wurde, verringerte sich die Menge der Nahrungsreste, die auf dem Boden landen. Die Stadttauben hungerten! (Ich erinnere Leserbriefe in unserer Lokalzeitung,  die dazu aufriefen, die hungernden Stadttauben zu füttern.)

Weniger Stadttauben, weniger Tauben als Beutevögel für die Wanderfalken!

Britische Studien haben nun ergeben, dass während der „Lock-Downs“ die Londoner Wanderfalken, dort gibt es etwa zwei Dutzend Wanderfalken-Nistkästen, ihr Beutespektrum zügig anpassten:

Weniger Tauben in der Luft? Dann jagen wir mehr Stare und Halsbandsittiche!

 London falcons swapped eating pigeons for parakeets in lockdown – BBC News 

 Peregrine falcon diets affected by human activities according to new study 

 Lockdown forced London’s peregrine falcons to eat more parakeets | New Scientist 

2. März, 2023

Wie schön! Ein neuer Blick auf die Falken!

Von |2023-03-02T14:47:49+01:0002. März 2023|Tagebucheintrag|1 Kommentar

Das Foto zeigt etwa den Blick auf einen Wanderfalken in Heidelberg, wie ihn uninformierten Passanten des Marktplatzes am Turmhelm erblicken. Ob er so überhaupt als Wanderfalke erkannt wird? Wohl nur mit besonders scharfen Augen oder einem Feldstecher. Würde ich beiläufig jemand unten auf den Vogel hinweisen, erhielte ich wohl ein gleichgültiges „Na und?“ WIR sehen ab heute die Heidelberger Wanderfalken noch besser!

Denn mit unserem Projekt gewähren wir nahe, nicht störende Einblicke in das Familienleben wild lebender Wanderfalken. Mit drei Webcams, ab heute mit einer nagelneuen Cam 3! Sie liefert, wie Sie sofort bemerkt haben, eine weit bessere Qualität als ihre Vorgängerin, die in den letzten Monaten mehrfach defekt war.  Die Anschaffung wurde möglich, weil unsere treuen Besucher/-innen immer wieder Spenden an den NABU Heidelberg zugunsten unseres Projekts leisten. Auch SCALTEL, die uns bereits mehrere Cams lieferte, hat uns einen tragbaren Preis genannt.

Die Montage der neuen Cam 3 im „Sterbeglöckchentürmchen“, – was für ein schönes Wort! -, war eine feinmotorische Meisterleistung! „Einen Millimeter nach rechts. Nein, nach unten! Das ist zu viel! Zurück!“, so erfolgten meine Bitten. Denn auf maximale Vergrößerung in der Ferne eingestellt, bedeutete minimale Veränderung der Kameraposition beim Bild eine meterweite Wanderung über das Schieferdach. Denn die Cam 3 ist ja Dutzende von Meter vom Nistkasteneingang entfernt!

Diese zeitraubende und diffizile Arbeit leisteten B.P. ( Falkenpate aus 2022) und M.S., beide Mitarbeiter des städtischen „Amt für Digitales und Informationsverarbeitung“. Ihnen und allen Spendern und Spenderinnen ein herzliches DANKESCHÖN!

Foto vom Kirchendach (Sterbeglöckchenturm) aus!

Danke, M.H.

1. März, 2023

Eine weitere Frage

Von |2023-03-01T10:18:11+01:0001. März 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Wenn die Falken im Nestkasten oder auf der Anflugstange merkwürdige Kopfbewegungen machen, dann würgen /speien sie unverdauliche Nahrungsreste (Federn) zusammengepresst als „Gewölle“ aus. Hier wurde dieser Moment fotografisch erwischt, rechts daneben der längliche schwarze Gegenstand ist ein ausgeworfenes Gewölle. Im Hintergrund weitere.

Danke, C.! 25.02.2023

1. März, 2023

Geduld, Geduld!

Von |2023-03-01T10:07:36+01:0001. März 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Es erreichen mich besorgte Anfragen, wann denn und ob überhaupt das erste Ei gelegt werden würde.

Wir alle sind in den letzten vier Jahren von dem Vorgängerpaar ZEPHYR & PALATINA an eine frühe  Eiablage gewöhnt. Aber als ZEPHYR & PALATINA im Jahr 2018 erstmals gemeinsam balzten, waren erst am 15., 17.,19. und 22. März Eier im Nestkasten. Ich habe in unserer Dokumentation der Eiablage, des Schlupfs und des Ausfliegens – danke E.S.! – nachgeschaut: In den 22 erfolgreichen Brutperioden in diesem Nestkasten wurde das erste Ei vierzehnmal erst in der zweiten Märzwoche gelegt. Die Ornithologen Mearns & Newton (1988) haben Wanderfalkenbruten im südlichen Schottland über neun Jahre erforscht: Ältere Weibchen legten im Schnitt 8 Tage früher als junge, noch unerfahrene Weibchen. Auch die Zahl der Eier der erfahrenen älteren Weibchen waren höher. Ähnlich war es auch in Heidelberg: Als 2014 PALATINA & PERKEO das Territorium übernahm, legte sie zunächst nur drei Eier. Erst nachfolgend erhöhte sie auf vier.

Warten wir also geduldig, nicht wahr?

Danke M.H. ! LISELOTTE interessiert sich heute für die Nestgrube

28. Feb., 2023

Wanderfalke ist Vogeljäger, aber kein Kostverächter

Von |2023-02-28T17:15:35+01:0028. Februar 2023|Tagebucheintrag|0 Kommentare

Das Mäusethema im Gästebuch zwingt mich zum Blättern in den Fachbüchern:

D. Rockenbauch (2002) nennt in seinen umfangreichen Beutelisten: Spitzmaus, Fledermaus – jaja! ist keine MAUS – Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus, Eichhörnchen, Langschwanzmaus, Feldmaus, Wanderratte  – D.Ratcliffe (1993) in R.Sale & S.Watson (2022) nennt- ich übersetze -Kaninchen, Feldhase, Schneehase, Schermaus, Erdmaus …

Wanderfalken sind Opportunisten und ernähren sich nahezu ausschließlich von Vögeln, die in ihrem Territorium häufig sind und ohne größere Anstrengung zu erbeuten sind.

 

 

 

Mehr Beiträge laden
Nach oben