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Gängs Tagebuch
Munteres Treiben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Dienstag, 24. Mai 2016
Als hätte das TRIO gestern meinen Eintrag gelesen! Heute zeigt es um 10.30 Uhr ein Verhalten, das ich noch aus meiner Zeit als Lehrer aus den Pausen kenne: Hin & Her, Zänkerei um irgend eine Kleinigkeit, Gedrängel & Sich -Breit-Machen, sich etwas Bewegung im langweiligen Vormittag verschaffen... Selbstverständlich drängt die Natur nun mit Macht zur Entwicklung der Flugmuskeln, zur Stärkung der Bänder und des Skeletts und vor allem auf die Ausbildung der zum Überleben notwendigen Sinne: Erkennen, Zielen, Koordination der eigenen Bewegung mit jener der Beute.
Gut können wir jetzt schon beobachten wie das Zugreifen geübt wird. Beim Hin & Her im Nistkasten greifen die Jungfalken nun  nach dieser oder jener Feder. Nein, das geschieht nicht "spielerisch", das ist "Schule". In wenigen Tagen müssen sie das Zugreifen und Festhalten beherrschen, sonst schnappt der Bruder oder die Schwester den Bissen.  Denn die Eltern werden sich nur noch für Sekundenbruchteile der Gier des Nachwuchses aussetzen. Sie werfen die Beute ab und verschwinden. Und in zwei - drei  Wochen werden die Jungfalken bereits selbst ihre erste Beute greifen müssen, um nicht zu verhungern. Harte und gefährliche Wochen stehen ihnen bevor!

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Spätentwickler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Montag, 23. Mai 2016
Nach meinem Eindruck entwickelt sich das TRIO in diesem Jahr in aller Gemütlichkeit. Heute ist nach dem Schlupf der 37. Tag. Nach unseren langjährigen Erfahrungen hier an diesem Brutplatz könnten die drei Jungfalken schon in einer Woche in der Luft sein. Noch sieht es nicht danach aus. Hierzu muss zunächst die Schwelle erklommen werden  - ein Falke hat das schon seit Tagen gewagt - dann folgt der Schritt hinaus auf das Brettchen, das den Raum zwischen Schwelle und Stange schließt und schließlich hinaus auf die Anflugstange! Auch das Training der Brustmuskeln durch heftiges Flügelschlagen, das Hin - und Herspringen im Nistkasten habe ich bisher selten beobachtet. Jedes mal, wenn ich hier rein schaue, blicke ich - wie soeben um 15.10 Uhr -  auf schlafenden Nachwuchs. Kommt Zeit, kommt Geflatter ...

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Schweizer Wanderfalkenfilm PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Freitag, 20. Mai 2016
ist nun auf der Website  www.srf.ch zu sehen und auch - wenn man das schöne Schwytzerdütsch von Andreas Moser versteht - zu hören. Ich freue mich, dass das Heidelberger  TRIO dort kurz zu sehen ist. Bemerkenswert die Hinweise auf die Balance zwischen Beute und Beutegreifer, wenn der Mensch nicht störend oder gar vergiftend eingreift. Gut dargestellt auch die  Anpassung des Wanderfalken an die Stadt und andere Biotope. Erwartungsgemäß herrliche Aufnahmen, eine Freude!


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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 21. Mai 2016 )
 
Federn 3 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Mittwoch, 18. Mai 2016

Bei den Küken sehen wir nun die Ausformung und Entwicklung  der Federkeime. Je nach dem zukünftigen Zweck und  je nach der Lage der einzelnen Feder entscheidet sich bereits jetzt, wie jede einzelne Feder in ca. drei Wochen beim ersten Flug aussehen wird. Wenn die fertige Feder ausgeschoben wird, braucht dann dieses tote und verhornte Gebilde, das überlebenswichtig für den Falken sein wird, keine Blutzufuhr mehr, keine Nahrung und keinen Sauerstoff mehr! Allerdings tägliche Pflege, das können wir ja bei PERKEO und PALATINA, wenn sie auf der Anflugstange außen stehen, immer wieder beobachten...

Federn sind für die warmblütigen Vögel von großem Vorteil: Der lebende Vogelflügel ist ein schmales Knochenbündel mit wenig Muskelfleisch (Wir erinnern uns an das Brathähnchen auf unserem Teller!), das mit den Federn eine hoch spezialisierte Tragfläche aus lebloser Substanz trägt. Eine Fledermaus mit durchbluteten Tragflächen muss viel mehr Energie in ihren Flug investieren! Kein Wunder, dass es Vögel fast überall und seit sehr langer Zeit  auf der Erde gibt: Schon beim Abdruck der Federn des Archaeopteryx im Plattenkalk bei Eichstätt ( 150 Millionen Jahre alt) kann man unterschiedliche Federtypen erkennen.

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Zur Außenwelt gerichtet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Mittwoch, 18. Mai 2016
ist nun das Leben der drei Jungfalken.Während der Tagesstunden werden wir nun alle meist die Webcam 1 anklicken, um zu sehen, wie es der Falkenfamilie geht.  Soeben um 17 Uhr hält sich das TRIO vorn am Eingang auf und beschäftigt sich unermüdlich mit der Gefiederpflege. Dort tut sich z. Zt. allerhand: Die Farbe Weiß verschwindet nun allmählich und die Farben Braun und Schwarz zeigen sich. PALATINA steht außen auf Posten. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren, als die Küken in diesem Stadium meist allein waren, bemerkenswert.  2016 ist die Anwesenheit eines Altfalken auf der Anflugstange oft zu beobachten. Ob die Eltern noch immer die Nilgänse fürchten? Auf der Neckarwiese hat sich mit den nun schon enorm gewachsenen Junggänsen der ersten Brut die Zahl  der dort lebenden Nilgänse deutlich erhöht. Immer sind dort Menschen zu sehen, die trockenes Brot verfüttern...

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. Mai 2016 )
 
Das TRIO im Schweizer Fernsehen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hans-Martin Gäng   
Mittwoch, 18. Mai 2016
Am Donnerstag, 19. Mai, 20 Uhr 05, zeigt SRF 1 in seiner bekannten und immer sehenswerten Reihe DOK NETZ NATUR den Film " Der Ruf des Falken". Zu dieser Produktion wurden u.a. auch die Heidelberger Wanderfalken bereits im Vorfeld der Sendung mit unserer Webcam 2 auf der Website des SRF 1 vorgestellt und ich durfte einige Hinweise und Informationen liefern. Auf 3sat wird dieser Film am 26.09.2016 um 20.15 Uhr in der Reihe "NETZ NATUR- die Naturreportage aus der Schweiz" gezeigt werden.

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