Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2026-05-05T11:06:18+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

17.Apr., 2026

LISELOTTE sehr präsent in Heidelberg!

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Jenseits der Heiliggeistkirche, auf der Nordseite des Neckars – auf gleicher Höhe unseres Nistkastens im Turmhelm –   wird auf dem Philosophenweg an die Namenpatin unserer Falkenmutter erinnert.

Hier hat man den schönsten Blick auf die Schlossruine und auf die Altstadt. Wenn man Glück hat, sieht man von dort aus die Wanderfalken anfliegen und auch starten .

14.Apr., 2026

Fütterung am 14.04.2026

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Eine sehr schöne und interessante Dokumentation! Wir sehen vieles, was unsere Gäste bereits berichtet haben. Ich darf auf einige Details hinweisen, die ich in den letzten Tagen, mich selbst aus meinen alten Tagebuchaufzeichnungen zitierend, beschrieben habe:

An den leeren Eischalen links und hinten erkennen wir noch, wie das Küken die Schale von innen öffnete. Wir erkennen den „Äquator“, die dickere Eischalenhälfte.

Besonders interessant, – nein, geradezu rührend,  sehen wir, wie das Elternpaar zusammenarbeitet, einzelne Happen zwischen RUPERT und LISELOTTE hin und her gereicht und überprüft werden, den Küken präsentiert, oder selbst verzehrt werden.  Die Küken müssen selbst mit dem Schnabel zugreifen, sie werden nicht „gefüttert“. Wir hören, wie LISELOTTE lautstark die Küken auffordert. Wir sehen, wie satte Küken erschöpft zusammensinken.

Es gibt keinen Abfall! Auch das kleinste Nahrungsstück wird von LISELOTTE vom Boden aufgenommen und verzehrt.

Danke, S.F.!

13.Apr., 2026

Ohne diesen Hintergrund sehen wir nichts!

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Ich freue mich, dass ich von der Kassenführung des NABU Heidelberg wieder gute Nachrichten bekommen habe! Auch in den ersten Monaten des Jahres haben wir wieder finanzielle Unterstützung von treuen Spenderinnen und Spendern bekommen. „Geld ist nicht Alles, ohne Geld ist aber alles Nichts!“, sagte die Oma.

Wieder ein HERZLICHES DANKESCHÖN an Frau Annerose E.M., an Herrn Bernhard K., an das Paar Hannelore und Peter R., an Frau Karin B., an Frau Monika K., ein weiteres mal an das Paar Hannelore und Peter R., ein weiteres mal an Frau Annerose E.M., an Frau Jutta B.,an Frau Monika Schw. und ein viertes mal an Frau Annerose E.M., die seit dem 2. Januar 2026 an uns gespendet haben.

Es ist schön, sich darauf verlassen zu können, dass auch außerhalb der „Falkensaison“ an die finanzielle Grundlage unseres erfolgreichen Projekts gedacht und gehandelt wird.

13.Apr., 2026

Halsbandsittich zum Frühstück

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DAS hatten wir bisher nur selten im Nistkasten! Diese Sittiche sind in Heidelberg recht häufig zu sehen und zu hören. Es gibt einige Gebäude, in deren Außenputz/Dämmung sie sich eingenistet haben. Oh je! Wir bewundern ihren pfeilschnellen Flug, selten im freien Luftraum.  Ich war mir immer sicher, dass sie auch für die Wanderfalken als Beute reizvoll sind. RUPERT war heute erfolgreich.

Danke, M.H., H.K. und andere!

13.Apr., 2026

Zugriff auf die Cams wieder möglich

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Ich bin froh, dass der Heidelberger NABU-Vorsitzende Andreas Kellner (Namenspate 2024) sich bereits gestern erfolgreich bemühte, uns ganztägig, – auch bei Nacht (im IR-Modus, der die Falken nicht stört) – wieder Zugriff auf die drei Cams zu geben! Nun können wieder für die nächsten Monate eine große Zahl von Besuchern/-innen  gleichzeitig  die drei Cams nutzen.

Danke an Daniel McDonald, STEINMANN Video, der heute bei Dienstbeginn das sofort für uns möglich machte!

12.Apr., 2026

Zu viele Zugriffe auf die Cams

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blockieren ab 12.45 Uhr, auch für mich, die Zugriffsmöglichkeit auf die Kameras.

Spätestens am Montag vormittag kann die Zahl der gleichzeitigen Zugriffe auf die Cams der Besucher/-innen erhöht werden.  Wir haben nicht damit gerechnet, dass bereits heute die Anzahl der Besuche sehr steil ansteigt.

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Vom notgelandeten Jungfalken zum erfolgreichen Vogeljäger

Wir haben auch in der Saison 2026 beobachten können, dass der Nachwuchs vieles – gewissermaßen automatisch vorhanden – von einem Tag auf den anderen beherrschte: Kopf heben, Schnabel aufsperren, Bettelrufe, Drängeln, Beutereste festhalten und selbst Essbares abreißen, hüpfen, zielgerichtet zugreifen, mit den Flügeln schlagen, – ja sogar das Fliegen, auch wenn der Erststart misslingt!
Alles ist angeborenes Verhalten und gehört zur Grundausstattung wie Federkleid und Schnabel.

Ende Mai 2026 begann die Zeit des Lernens, der Nachahmung, der Jagd! Das geht nicht als „home- schooling“, sondern war eine Open-Air-Veranstaltung, die nur Menschen in Heidelbergs Altstadt gelegentlich verfolgen konnten.
Es war für RUPERT & LISELOTTE die anstrengendste Periode bei der Aufzucht des Trio, die nun zu Ende geht. Der Nachwuchs 2026 ist nun selbständig und „ausgebildet“ unterwegs
Die Jungfalken wurden noch lange geduldet. Sie standen/ruhten auch lange Zeit des Tages an einem sicheren hohen Ort. Vor allem in den letzten Wochen der großen Hitze! Sie kehrten von ihren Flügen immer wieder in die Altstadt zurück.
Dieses Verhalten geht nun zu Ende.

Rückblickend, ich war längere Zeit nicht in Heidelberg:
Wie erfolgte im Juni ihre „Schulung“, ihr Training?

Schon am frühen Vormittag erblickte das TRIO vom traditionellen Standort auf der nahen Jesuitenkirche aus, ein mit Beute herbei fliegendes Elternteil, flogen ihm entgegen und verfolgten es hartnäckig.RUPERT und LISELOTTE gaben keineswegs die Beute großzügig preis! Oft stiegen sie im letzten Moment in die Höhe, drehten sich auf die Seite oder auf den Rücken zur Übernahme der Beute durch den Nachwuchs. Manchmal ließen sie die Beute auch aus großer Höhe fallen und hofften, dass die Jungfalken die zu Boden stürzende Beute noch im Luftraum ergreifen.
(Manchmal beobachten Augenzeugen – vom Bettelgeschrei aufmerksam , dass kurz vor dem Aufprall der Beute auf Hausdächern oder in den Neckar, – wie aus dem Nichts -, das andere Elternteil sehr tief herbei fliegend, den herab fallenden toten Vogel noch in der Luft ergreift und mit ihm wieder in die Höhe fliegt, verfolgt von den kreischenden Kindern! Auf ein Neues!)

In Menschensprache: “Fang mich doch! Nimm mir die Beute weg! Nein, ich gebe sie nicht freiwillig her! Du musst sie gegen Deine Geschwister verteidigen, sonst bleibst Du hungrig!” Das Lernziel ist, eine Beute im Flug den widerstrebenden Eltern zu entreissen. Meist von unten anfliegend, sich auf den Rücken drehend und mit ausgestreckten Fängen zugreifend!

Dann nichts wie weg mit der Beute, an einen sicheren Ort zum Kröpfen, meist verfolgt von den gierigen Geschwistern. Nur so – aus Hunger – lernen sie Schritt für Schritt, – nein, Flugangriff auf Flugangriff – selbst einen fliehenden Vogel zu greifen.Es dauert etwa einige Wochen, bis die Jungfalken das gelernt haben. Dann ziehen sie allmählich weitere Kreise um die Altstadt und wandern schließlich ab.

2026 haben wir leider keine neugierigen Besuche des Nachwuchses in den Nistkasten beobachtet. Aber RUPERT ist täglich anwesend.

08. Juli 2026|0 Kommentare

RUPERT hat immer ein wachsames Auge

auf den Flugverkehr am Himmel und auf den nahen Bereich in seinem Territorium. Wir hoffen, dass inzwischen der Nachwuchs gut unterwegs ist. Nachdem in den letzten Tagen bei den hohen Tagestemperaturen tagsüber kein Beutevogel am Himmel war, konzentrierte sich auch das Leben der Wildtiere auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden.

Danke, M.H.!

02. Juli 2026|0 Kommentare

RUPERT trotzt der hohen Temperatur

Danke, M.H.!

Im Nistkasten unter dem schwarzen Ziegeldach ist es nun sehr heiß!
Kein Wunder, dass RUPERT dort nur kurz kontrolliert. Für uns Menschen in Heidelberg sind heute 33° Celsius im Schatten nicht einfach auszuhalten. Vögel suchen sich jetzt selbstverständlich auch einen kühlen Ort und trinken viel.

24. Juni 2026|0 Kommentare
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