Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2026-05-05T11:06:18+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

3.Juni, 2026

Ich empfehle die Lektüre der vorjährigen Tagebuch-Einträge in Gängs Tagebuch-Archiv!

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Dort habe ich in den entsprechenden Monaten sehr ausführlich über das Leben der Jungfalken, ihre „Ausbildung“ durch die Eltern geschrieben.

Ich kann seit dem 4. Mai leider im neu installierten Website-Programm in „Gängs Tagebuch“ nur selten und mühsam einen Beitrag formulieren, bearbeiten, korrigieren und einstellen. (Wurde damals unsere Website gehackt ?)

Danke, M.H. für das aktuelle Foto von RUPERT!

24.Mai, 2026

Auch MANADUN ist ausgeflogen!

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Ihr Verhalten hat uns ihren Abflug bereits gestern Abend angedeutet, nicht wahr?
Um 5.26 Uhr, diese Uhrzeit ist typisch für einen Erststart, hat sie dann den Absprung gewagt.
HERZLICHEN DANK an die zahlreichen Meldungen via „Gästebuch“!
Nun hoffen wir, dass das TRIO sich auf dem Balkon der benachbarten Jesuitenkirche versammelt, von den Eltern mit Nahrung gut versorgt und ausgebildet wird. (Siehe meine Tagebucheinträge aus den Vorjahren!)
Bestimmt sehen wir die Jungfalken bei Kurzbesuchen im Nistkasten wieder!

23.Mai, 2026

MANADUN – Allein zu Haus

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Dieser Jungfalke ist zu bedauern. Er hörte gestern Abend die vergeblichen Bettelrufe seines Bruders HORUS, der auf dem Dach neben dem Hotel Ritter stand, sah aber auch immer wieder seine Eltern – im Schleichflug – mit Beute in ihren Fängen, ohne zu landen, am Nistkasten vorbei ziehen. Auf diese Weise versuchen die Eltern den Nachwuchs aus dem komfortablen „Heim“ zu zwingen.
(Irgendwie kommt mir jedes Jahr unser Elternverhalten mit unseren Menschenkindern in den Sinn.)

Heute habe ich MANADUN im Nistkasten beobachtet, wie sie in allen Ecken nach Nahrung suchte, schließlich sich wieder zum Schlaf legte.

22.Mai, 2026

Gute Nachrichten

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Siehe Gästebuch mit herzlichem Dank! Auch ich entdeckte am Abend nahe des Haupteingangs der Kirche rechts vom Hotel Ritter einen Jungfalken auf dem Hausdach, der jämmerlich rief, wenn er einen Elternteil am Himmel erblickte.

19.Mai, 2026

Bald steht das Trio außen

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auf der Anflugstange und trainiert durch regelmäßiges und anhaltendes Flügelschlagen die Muskulatur. Die Augen sind meist nach oben auf nahende Eltern und spätere Beutevögel gerichtet.

8.Mai, 2026

Blick auf die Vorjahre anstelle aktueller Beschreibung

1 Kommentar

Ich werde in nächster Zeit häufig außerhalb von Heidelberg sein und deshalb keine tagesgenauen Kommentare und Bilder des Geschehens hier veröffentlichen können.

Meine Abwesenheit bedeutet nur eine geringe Beeinträchtigung für die lesefreudigen Besucher/-innen.
„Same procedure as every year!“, erinnern wir aus „Dinner for One“, nicht wahr?

In vielen Vorjahren habe ich das Geschehen im Nistkasten ausführlich erklärt! So finden Sie in „Gäng`s Tagebuch- Archiv“ z. B . in den Mai-Monaten 2024/25 viele Erläuterungen.

Hans-Martin Gäng

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Ein schwieriges Wochenende!

Den Wanderfalken, allen Tiere rings um Heidelberg, stehen schwere Stunden bevor! Heute Abend um 22 Uhr beginnt die erste Schlossbeleuchtung in diesem Jahr. Bengalisches Feuer erinnert an das brennende Schloss, dann taucht das Feuerwerk den Himmel über der Altstadt in einen vielfarbigen Glanz. RUPERT erinnert sich an die Vorjahre, er wird frühzeitig flüchten. Ebenso die drei Jungfalken, für die das Spektakel neu ist.

(Übrigens: Am Donnerstag, 9. Juli, fand abends im Schlosshof die Generalprobe für die geplante Aufführung der Oper CARMEN vor geladenen Gästen statt. Deutlich war in der Dämmerung lautes Bettelgeschrei von Jungfalken zu hören! Das TRIO ist wohl doch noch nicht selbständig unterwegs!)

Am Sonntag, 12.Juli 2026, findet in Heidelberg und im nahen Neckargemünd ein BÜRGERENTSCHEID statt, der die Natur (Pflanzen, Tiere) von Heidelberg und Umgebung eventuell stark verändern könnte!
Sollen im besonders geschützten Flora-Fauna-Habitat „Lammerskopf“ acht Windräder TypE-175 EP5 mit 262,5 Meter Höhe, es wären die zweithöchsten im Land, errichtet werden? (Der Hahn auf der Spitze des Heiliggeistkirchturms steht auf 81 Meter Höhe.) Die Windräder am Greiner Eck im nahen Odenwald sind lediglich 175 Meter hoch. Die Bevölkerung- zeigt sich in Leserbriefen und Aktionen – als gespalten: Klimaschutz und erhoffte Einnahmen einerseits, Naturschutz und Ästhetik andererseits.
Der Regionalverband, BUND und NABU lehnen den Bau wegen der dort besonders schützenswerten Artenvielfalt , u.a. Wildkatze, auf dem Lammerskopf ab.
Das typische „romantische<" Stadtbild von Heidelberg wäre durch die acht riesigen Windräder ruiniert.

11. Juli 2026|0 Kommentare

Vom notgelandeten Jungfalken zum erfolgreichen Vogeljäger

Wir haben auch in der Saison 2026 beobachten können, dass der Nachwuchs vieles – gewissermaßen automatisch vorhanden – von einem Tag auf den anderen beherrschte: Kopf heben, Schnabel aufsperren, Bettelrufe, Drängeln, Beutereste festhalten und selbst Essbares abreißen, hüpfen, zielgerichtet zugreifen, mit den Flügeln schlagen, – ja sogar das Fliegen, auch wenn der Erststart misslingt!
Alles ist angeborenes Verhalten und gehört zur Grundausstattung wie Federkleid und Schnabel.

Ende Mai 2026 begann die Zeit des Lernens, der Nachahmung, der Jagd! Das geht nicht als „home- schooling“, sondern war eine Open-Air-Veranstaltung, die nur Menschen in Heidelbergs Altstadt gelegentlich verfolgen konnten.
Es war für RUPERT & LISELOTTE die anstrengendste Periode bei der Aufzucht des Trio, die nun zu Ende geht. Der Nachwuchs 2026 ist nun selbständig und „ausgebildet“ unterwegs
Die Jungfalken wurden noch lange geduldet. Sie standen/ruhten auch lange Zeit des Tages an einem sicheren hohen Ort. Vor allem in den letzten Wochen der großen Hitze! Sie kehrten von ihren Flügen immer wieder in die Altstadt zurück.
Dieses Verhalten geht nun zu Ende.

Rückblickend, ich war längere Zeit nicht in Heidelberg:
Wie erfolgte im Juni ihre „Schulung“, ihr Training?

Schon am frühen Vormittag erblickte das TRIO vom traditionellen Standort auf der nahen Jesuitenkirche aus, ein mit Beute herbei fliegendes Elternteil, flogen ihm entgegen und verfolgten es hartnäckig.RUPERT und LISELOTTE gaben keineswegs die Beute großzügig preis! Oft stiegen sie im letzten Moment in die Höhe, drehten sich auf die Seite oder auf den Rücken zur Übernahme der Beute durch den Nachwuchs. Manchmal ließen sie die Beute auch aus großer Höhe fallen und hofften, dass die Jungfalken die zu Boden stürzende Beute noch im Luftraum ergreifen.
(Manchmal beobachten Augenzeugen – vom Bettelgeschrei aufmerksam , dass kurz vor dem Aufprall der Beute auf Hausdächern oder in den Neckar, – wie aus dem Nichts -, das andere Elternteil sehr tief herbei fliegend, den herab fallenden toten Vogel noch in der Luft ergreift und mit ihm wieder in die Höhe fliegt, verfolgt von den kreischenden Kindern! Auf ein Neues!)

In Menschensprache: “Fang mich doch! Nimm mir die Beute weg! Nein, ich gebe sie nicht freiwillig her! Du musst sie gegen Deine Geschwister verteidigen, sonst bleibst Du hungrig!” Das Lernziel ist, eine Beute im Flug den widerstrebenden Eltern zu entreissen. Meist von unten anfliegend, sich auf den Rücken drehend und mit ausgestreckten Fängen zugreifend!

Dann nichts wie weg mit der Beute, an einen sicheren Ort zum Kröpfen, meist verfolgt von den gierigen Geschwistern. Nur so – aus Hunger – lernen sie Schritt für Schritt, – nein, Flugangriff auf Flugangriff – selbst einen fliehenden Vogel zu greifen.Es dauert etwa einige Wochen, bis die Jungfalken das gelernt haben. Dann ziehen sie allmählich weitere Kreise um die Altstadt und wandern schließlich ab.

2026 haben wir leider keine neugierigen Besuche des Nachwuchses in den Nistkasten beobachtet. Aber RUPERT ist täglich anwesend.

08. Juli 2026|0 Kommentare

RUPERT hat immer ein wachsames Auge

auf den Flugverkehr am Himmel und auf den nahen Bereich in seinem Territorium. Wir hoffen, dass inzwischen der Nachwuchs gut unterwegs ist. Nachdem in den letzten Tagen bei den hohen Tagestemperaturen tagsüber kein Beutevogel am Himmel war, konzentrierte sich auch das Leben der Wildtiere auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden.

Danke, M.H.!

02. Juli 2026|0 Kommentare
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