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Steve
10. Juni 2024
Ganz gezielt haben wir am Samstag der vergangenen Woche seit kurz vor Beginn von Schloßbeleuchtung sowie anschließendem Feuerwerk das Geschehen um den hiesigen Falkennistkasten beobachtet, um uns selbst ein Bild machen zu können von tierischem Verhalten als Reaktion auf das unmittelbar bevorstehende Spektakel menschlichen Ursprunges : Nachdem der Nistkasten in der vorangegangenen Nacht unbenutzt gebieben war, traf die Falkenmutter um kurz nach 22 Uhr ein, verharrte indessen - entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit - geraume Zeit in Anflugrichtung auf der Anflugstange, um mit nach hinten verdrehtem Kopfe das ungewöhnlich umtriebige Geschehen unter sich sehr aufmerksam und intensiv zu beobachten. Nachdem sie sich schließlich von dessen offenbarer Unbedenklichkeit überzeugt hatte, hüpfte sie anschließend behände ins Innere des Nistkastens und ließ sich dort - ihrer Gewohnheit gemäß - in der geschützteren linken hinteren Ecke nieder, um sich sodann sehr ausgiebig der sorgfältigen Pflege ihres Gefieders zu widmen. Als schließlich pünktlich um 22.15 Uhr die Schlossbeleuchtung mit einem mächtigen Kracher eingeleitet wurde, stellte sie diese Beschäftigung abrupt ein und beobachtete - aufmerksam und sichtbarlich irritiert - die sich anschließende grellrote Ausleutung des Inneren des Nistkastens durch den Widerschein der nunmehr durch bengalisches Feuer erleuchteten Schlossruine. Unmittelbar jedoch nach Beginn des eigentlichen Feuerwerkes mit dessen kurz aufeinanderfolgenden lautstarken Explosionen watschelte sie eiligsten Fußes zum Ausgange des Nistkastens und stürzte sich fliegenderweise entschlossen in das von grellen Blitzen erleuchtete Dunkel der Nacht. -
Administrator-Antwort von: Hans-Martin Gäng
Danke für den Bericht!
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