Lieber Herr Gäng, mit sehr viel Freude habe ich in diesem Frühjahr "Ihr" Wanderfalkenpaar Zephyr und Palatina entdeckt, das Sie mit so viel Engagement betreuen und informativ darüber berichten. Ganz herzlichen Dank.
Nun habe ich eine Frage: Da ja in den letzten Tagen sich Zephyr des Öfteren im Horst blicken ließ, habe ich beobachtet, dass er - wie es Katzen in Ihrer Katzentoilette machen - sich auf dem Boden schubbert und anschließend mit den Füßen an der Stelle kratzt. Was bedeutet dieses Verhalten?
Über eine Antwort, nicht eilig, würde ich mich freuen.
Weiterhin viel Freude an Ihrer ehrenamtlichen Arbeit und nochmals ein großes MERCI.
Inge Lepape, Düsseldorf
Administrator-Antwort:
Wanderfalken bauen kein Nest, wie andere Vögel. Sie nutzen flache, geschützte Stellen in einer Felswand, brüten auch in aufgegebenen Horsten auf Bäumen, sogar auf dem Boden (z.B. auf Grönland)und auf unbewohnten Inseln. Sie prüfen vor der Eiablage die Umgebung, sorgfältig besonders den Untergrund, ob dieser trocken ist und bleiben wird. Dort wird dann im März das Falkenweibchen eine Mulde als "Nest" schieben. Aber bereits jetzt lassen sich beide Falken gerne nieder und schieben mit den Fängen den Untergrund nach hinten. Oft "pflügen" sie auch den Sand mit dem Schnabel ringsum und fressen dabei auch mal ein Steinchen. Wenn im März-April PALATINA auf dem Gelege brüten wird, wird sie dieses "Steinchen-ziehen" - aus Langeweile? - wieder vorführen.
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