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Ute aus Saarbrücken schrieb am 20. Februar 2019
Lieber Herr Gäng, es ist ja immer vorbildlich, wie Sie für das Liebespaar die Brutstätte säubern und in Ordnung halten. Hier in Saarbrücken werden unsere beiden "Turtelfalken" wohl auf einer kleinen Schutthalde mit Knochenresten brüten müssen. Besteht hier ggf. eine Gefahr für die Nestlinge? Ich weiß, in der freien Natur räumt auch niemand auf. Aber bei Nistkästen, für Meisen z.B., wird ja ausdrücklich eine Reinigung empfohlen, um die brütenden Vögel vor Plagegeistern wie Flöhen etc. zu schützen. Herzliche Grüße
Administrator-Antwort:
Danke für das Lob und die Anerkennung! Ja, viele Nistkasten-Erbauer vergessen diese Pflege. Auch Wanderfalken tragen mit ihrer Beute Federlinge, Vogelzecken und andere Parasiten in den Nistkasten. Wenn die Jungfalken ausgeflogen sind, beseitige ich die dicke Bodenschicht aus Federn, Gewölle, Knochenreste und Kot, umgeben von Schmeissfliegen und Wespen. Ich trage dann etwa 2-3 cm neuen Sand/Kies auf. Inzwischen ist hier die Bodenschicht ca. 15 cm stark und die Altfalken können lässig ihre Nestmulde schieben. Obwohl Wind und Sturm viele Reste in der freien Natur weg pusten, zieht dort das Revierpaar oft um in eine andere nahe Nische in den Felswänden. Vielleicht aus hygienischen Gründen. Auch am Fuß der Felswand unter dem Horst sammeln sich oft Beutereste in der Anflug-Abflugschneise.. In dem aufgegebenen Steinbruch, in dem ich vor Jahrzehnten Wanderfalken beobachtete, kontrollierten Fuchs und Steinmarder fast täglich/nächtlich unterhalb der Horstnische den Boden.
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