Beide Falken haben auf der unteren Bauchseite  zwei Brutflecken, die nun – natürlich hormonell gesteuert – besonders stark mit warmem Blut durchströmt wird! Es sind dort sogar einzelne Flaumfedern ausgefallen, damit die Eischalen in direkten Kontakt mit der Haut kommen. Das Federkleid, das die Vögel so trefflich gegen Kälte und Nässe isoliert, soll eine Isolierung jetzt und hier nun nicht leisten! Um ein gleichmäßiges Bebrüten aller Eier – hier in diesem Kasten sind es  meist vier! – zu erreichen, werden die Eier etwa alle ein bis zwei Stunden mit dem Schnabel gewendet. Nach unseren Beobachtungen, seit 2000 hier über Videoaufzeichnung (heute mit Webcams), geschieht das vor allem in den ersten Wochen der Brut, in denen der Embryo besonders schnell wächst. Die Wärmezufuhr muss jedem Ei gleichmäßig zugeteilt werden! Wie erreichen das die beiden? Für den kleineren ZEPHYR ist es eine große Leistung die vier – hühnereigroßen – Eier unter sich zu bergen und gleichmäßig zu “bedienen”.  Beim Wenden der Eier wechseln die Falken auch die eigene Position etwa mit einer Vierteldrehung, wobei sie immer  – zumindest mit einem Auge – den Eingang des Nistkastens im Auge haben. Gegen Ende der Brutzeit werden die Eier nicht mehr so oft gewendet, in den letzten Tagen vor dem Schlupf überhaupt nicht mehr, denn das Küken bringt sich dann selbst in die Position um die Eischale aufzudrücken!  Wir können beim Brutwechsel nun gut beobachten, wie die Eltern ihre großen Fänge vorsichtig “einfädeln”, sich niederlassen und sich dann sorgfältig dicht über das Gelege  “einrütteln”. Erst dann legen sie sich flach darüber und dösen oder schlafen. In der Nacht ist PALATINA  auf dem Gelege. Ihre Flügel und der Körper halten das Ganze eng zusammen und erhalten so die Wärme

Die Geduld und Sorgfalt von ZEPHYR & PALATINA sind bewundernswert, nicht wahr?