Wieder einmal verläuft die Brut und Aufzucht in dieser Saison wie im Bilderbuch: Verlässlich und ohne Auffälligkeiten oder gar Störungen. Wir schauen entspannt auf 2015/16 zurück (siehe Tagebuch-Archiv!), als wir durch das hartnäckige Eindringen von GOOSEZILLA (einem Nilganspaar vom Neckar ) in unseren Falkennistkasten das Ende der Heidelberger Wanderfalken auf Heiliggeist befürchten mussten. Mit unserer automatischen Nilgans-Abwehr im Nistkastendeckel (Bilderkennung & Alarm) wurde die Konkurrenz der zahlreichen Nilgänse in einer großartigen Aktion durch Elisabeth S., Akos .H., Reinhard R., und Studierende der Universität Bonn seither von Heiliggeist ferngehalten.

Dennoch drohen – auch in Heidelberg- immer Gefahren für Alt und Jung!

Nein, wir erlebten hier noch keinen Eierfraß durch das Falkenweibchen. Nein, hier gab es noch keine Brutaufgabe wegen Umverpaarung. Nein, hier gab es noch keinen Ausfall eines Elternteils. Hier gibt es keine Konkurrenz mit Kolkraben (Corvus corax) um den Brutplatz, wie ich es im Nordschwarzwald erlebte. Nein,  hier stört nicht der Klettersport, auch der Steinmarder kommt nicht als Eifresser zu Besuch.

Neben der Nilgans, die auch in diesem Jahr in Heidelberg bewährte TURMFALKEN- Nistplätze erobert oder es versucht, ist der Uhu (Bubo bubo) eine bleibende Gefahr! Diese schöne und große Eule lebt im gleichen Lebensraum mit den Wanderfalken. Auch der Uhu hat die natürlichen Felswände und Steinbrüche verlassen und brütet erfolgreich in Städten. Er brütet vor dem Wanderfalken und hat besonders großen Nahrungsbedarf für ihre Küken, wenn der Wanderfalke Küken versorgt. Die Zahl der Uhupaare hat nach einem ähnlichen Niedergang wie bei den Wanderfalken wieder zugenommen. Auch in Heidelberg und um Heidelberg gibt es Uhupaare, die in der Nacht auf Jagd gehen und auch immer wieder traditionelle Wanderfalkenhorste leeren können, sowohl Küken wie Altfalken überwältigen. Das könnte auch hier geschehen!

ZEPHYR und PALATINA könnten mit ihrer Beute auch Zecken, Milben, Vogelflöhe, Lausfliegen in den Nistkasten tragen. Wenn diese sich dann stark vermehren, kann das zum Tod der Küken führen. Häufig infizieren auch einzellige Parasiten, z.B. Trichomonaden (“Gelber Knopf/Kropf”), den Rachen und Kropf  der Küken. Diese werden ebenfalls über die Beutevögel eingebracht.

Das alles ist natürliches Geschehen, in das wir nicht eingreifen werden!

(Mir fällt beim Schreiben  die Nachrichtenmeldung ein,  wo Menschen in das Brutgeschäft eingreifen. 2019 wurden in Deutschland 45 Millionen männliche Küken (Haushuhn) geschreddert/vergast , weil wir nur weibliche Hennen benötigen.)

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