Dass Wanderfalken besonders die Türme gotischer Kathedralen in Stadtzentren – wegen vieler Tauben! – mit ihren zahlreichen Nischen, Pfeilern, Fialen, Skulpturen als ideale “Felslandschaft” mit Warten, Schlafplätze, Beutedepots und auch als Brutplätze nutzen, ist naheliegend. Bereits vor Jahrzehnten beobachtete man Wanderfalken, die vom Kölner Dom aus zu Jagdflügen – auch nachts – , starteten. Dort aber nicht brüten, sondern auf der nahen Kirche Groß-St. Martin, einem romanischem Bau. Die Wanderfalken in Salisbury, Südengland wurden bereits 1864 beschrieben, 1879 und 1880 wurden die Jungfalken dort für falknerische Zwecke entnommen, heute brüten sie ungestört und haben, wie wir, eine eigene Website und Webcams.

(Da ich oft in Paris bin, wundere ich mich seit Jahrzehnten, dass auf Notre Dame nie Wanderfalken brüteten, wohl aber  – erst seit einigen Jahren – auf einem wenig spektakulären Heizkamin nahe des Eiffelturms.)

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