
Aber ja doch!
Für die dunkle Jahreszeit empfehle ich ein Buch, aus dem ich einen neuen Blick auf die Natur, also auch auf die Falken, gewonnen habe.
Ich verstoße dabei gegen einen Grundsatz, den unser Webmaster und ich vor Jahrzehnten festgesetzt haben, dass Einträge im GÄSTEBUCH sich „ausschließlich mit Heidelberger Falken“ befassen sollten.
Auch ich habe mich in „Gängs Tagebuch“ zu „Falken in der Literatur“, zuletzt am 3. Oktober 2020, daran gehalten.
Heute eine Ausnahme! Ich bitte um Verständnis.
Christine Webb,“Der arrogante Affe“, Ullstein Verlag, 2026, 24,99 €
Ja, der Titel ist frech-provokativ, ebenso missfällt mir das Umschlagmotiv, aber der Blick auf die Biografie der Autorin und ihre wissenschaftliche Quellen zeigen: Das ist eine überfällige Verabschiedung von dem Mythos der menschlichen Überlegenheit, die den Menschen an die Spitze und in das Zentrum der Natur stellt.
Wir können nicht mehr von „Herrentieren“ und „niederen Tieren“ sprechen, denn auch – vermeintlich für den Menschen reservierte – Fähigkeiten, wie vorausschauendes Denken, anhaltende Aufmerksamkeit, Empathie, Bewusstsein, Kommunikation, Kooperation finden sich auch bei anderen Lebewesen. Christine Webb beschreibt es auf überzeugende Weise.
Ab ihrem Kapitel 9 kann ich ihr nicht mehr folgen, da wird es mir zu esoterisch …
Sog. Umschlag von QUANTITÄT in QUALITÄT : Auch bei einer Vielzahl anderer hochentwickelten, animalischen Lebewesen mögen die dortigerseits berichteten INTELLEKTUELLEN und EMOTIONALEN Eigenschaften und Befähigungen in mehr oder weniger ausgeprägtem Maße vorzufinden sein. – Allein die Tatsache allerdings, dass es dem Lebewesen namens HOMO SAPIENS SAPIENS gelungen ist, die nahezu völlig uneingeschränkte HERRSCHAFT zu erringen über den gesamten heimatlichen Himmelskörper, ist geeignet unter Beweis zu stellen, dass dieses Lebewesen in seiner Gesamtheit sozusagen geradezu haushoch sowie geradezu himmelweit ÜBERLEGEN ist der gesamten übrigen Schöpfung. – Der an sich lediglich QUALITATIVE Abstand zwischen dem menschlichen Lebewesen einerseits sowie der gesamten übrigen animalischen Natur andererseits ist derart groß und unüberwindlich, dass die erwähnte sog. Quantität längst UMGESCHLAGEN ist in sog. Qualität. –
KORREKTUR eines höchst bedauerlichen, sinnentstellenden Tippfehlers : Der an sich lediglich QUANTITATVE Abstand zwischen dem …..