Jetzt konnten wir einige Monate “Wanderfalken zum Gucken” anbieten, aber nun kommen einige Monate , um über diesen “Vogel der Vögel” (Konrad Lorenz?) etwas zu lesen.

“Können Sie mir etwas über Wanderfalken zum Lesen empfehlen?”

Falken in der Literatur? Na, klar gibt es das! Freunden und Freundinnen der Krimis fällt als erstes wohl Dashiell Hammett “Der Malteser Falke” ein.

Näher an unseren Interessen liegt J. A. Baker “The Peregrine”, Collins, London 1967. Gibt es auch auf Deutsch: J. A. Baker “Ich folgte dem Falken”, Hoffmann und Campe, Hamburg 1969, neu übersetzt  und von vielen gelobt als J. A. Baker “Der Wanderfalke” bei NATURKUNDEN NO. 10. Inspiriert wurde Baker wohl von Robert Murphy “The Peregrine Falcon”, The Riverside Press Cambridge 1963, gut illustriert. Beide schildern sehr romantisch das Leben wilder Wanderfalken! (Ich würde als Kritiker schreiben: “Der Wanderfalke als mythisches Geschöpf” )

Sie wollen nur ein Buch lesen, das nicht nur literarisch ist, sondern ALLES über Falken berichtet?

Da empfehle ich Helen Macdonald “Falke -Biographie eines Räubers”, C.H.Beck, 2017  (Mich ärgert im deutschen Titel der veraltete  Begriff “Räuber” und empfehle die handliche englische Ausgabe “Falcon”, REAKTION Books, London, 2006 mit ausdrucksstarken farbigen Bildern!)

Schließlich gibt es – für uns Heidelberger besonders zu kennen! –  in der Manesse -Lieder-Handschrift (Universitätsbibliothek Heidelberg, bestimmt auch im Internet) ein reizendes Gedicht/Lied aus dem 12.Jahrhundert : Der von Kürenberg “Ich zoch mir einen valcken”. Es handelt von einem Falken, der wieder freigelassen wird (was bei arabischen Falknern guter Brauch ist) und ist selbstverständlich nicht ornithologisch gemeint, sondern beschreibt – seufz! – zwei getrennte Liebende!

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