Um 10.10 Uhr stehen zwei Jungfalken auf der Schwelle in strömendem Regen. Man sieht sie etwas verdutzt an sich herabschauen. Ein Fälkchen  überlegt wohl, ob es zurück in das Trockene gehen sollte. Tut es aber nicht. Es ist eine neue Erfahrung, nass zu werden, aber die schützende Wirkung des Federkleids zu erleben. Die Haut bleibt trocken.

Nein, getrunken haben die vier Jungfalken noch nie und werden es auch in den nächsten zwei Wochen nicht tun. Alle notwendige Flüssigkeit nehmen sie mit der Nahrung auf. Entsprechend ist auch ihr Harn weiß, sehr konzentriert und ganz anders chemisch zusammen gesetzt als jener von Säugetieren.