Gängs Tagebuch
Gängs Tagebuch2021-10-04T08:44:30+02:00

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.

30.Sep., 2018

Falkenblick auf seinen Nistplatz

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Heute ein Blick vom „Rindenhäuschen“ auf die Altstadt aus einer Höhe, in der wir die Falken oft kreisen sehen. Dass sie dabei – aus dieser Höhe – genau erkennen, welcher Vogel dort unten eventuell als Beute dienen könnte, bleibt uns unvorstellbar. Aus dieser Höhe und von diesem Blickwinkel haben sie auch direkten Einblick in den Nistkasten .
 

24.Sep., 2018

Wenn einer eine Reise macht

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dann kann er etwas berichten, sagte meine Oma.
Ich hatte in drei Wochen Ferien in Frankreich die Gelegenheit, ein schönes Falkenbuch zu kaufen und am Pool des Ferienhauses zu lesen. (Gelegentlich unterbrochen, um Turmfalken zu beobachten, die jeden Tag auf den Wiesen nebenan jagten.)
René-Jean Monneret ist – neben den Brüdern J.F. u. M.Terrasse – der bedeutendste Falkenkenner Frankreichs. Auf 240 Seiten stellt er in 10 Kapiteln den Wanderfalken vor, illustriert mit herrlichen Fotos und guten Zeichnungen. Mir gefällt seine ausführliche Beschreibung des Fluges und des Jagdverhaltens des Wanderfalken. Monneret, heute über 80 Jahre alt, hat seit den frühen 1960-er Jahren die  Wanderfalken vor allem im französischen Jura beobachtet, studiert und geschützt. Er berichtet in seinem Buch über Niedergang und die Rückkehr des Wanderfalken in Frankreich. Die Wiederansiedelung verlief parallel zu den Daten, die wir aus Deutschland kennen.
Wenig überraschend berichtet Monneret  nur über die französischen Wanderfalken. Auch in der angegebenen Bibliographie finde ich wenige deutsche Namen. Monneret  erinnert an die Aushorstungen durch deutsche Falkner in den 1960-er Jahren im Jura, die dort bis zu einem Drittel der Wanderfalkenpopulation wilderten. (Ich selbst hatte in den späten 1960-er Jahren Kontakt zu einem Förster, in dessen Revier bei Baerenthal, nahe der Grenze zu Deutschland, ein Horst bewacht werden musste.)
Auch in Frankreich wurde durch Horstbewachung, Adoption von Küken – aus Zuchten – durch wild lebende Paare der Wanderfalke gerettet. Im Osten und im Süden Frankreichs ist er wieder gut vertreten. Auch in den Städten gibt es nun auf Gebäuden nistende Paare, wie wir es als Heidelberger kennen. ( Im nahen Périgueux nannte man mir  vor einer Woche einen Nistkasten auf der Kathedrale Saint- Front!)
Monneret schätzt die Zahl der 2017 in Frankreich lebenden Paare auf 1 500 bis 2 000.
Dem Schlusskapitel von Monneret, dem er  den Titel „Observer- comprendre – et laisser vivre“ gibt, stimmen wir aus Heidelberg zu: „Beobachten – verstehen – leben lassen!“
Réne-Jean Monneret, Le faucon pèlerin,  www.delachauxetniestle.com
Description, Mours, Observation, Protection, Mythologie
2017   ISBN 978-2-603-02454-6    24,90 EURO (en France)

4.Sep., 2018

Machen wir`s den Schwalben nach…

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pflegte meinen Mutter zu singen als ich Kind war. Heute singe ich „… den Falken nach“ und reise für drei Wochen nach Frankreich. Ich werde nicht immer Zugriff auf das www. haben, also wird diese Website in nächster Zeit wenig „gepflegt“ werden. Feriengruß!

1.Sep., 2018

„Müde bin ich, geh`zur Ruh,

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schließe meine Augen zu.“   Wer kennt das noch?
ZEPHYR nimmt zum Herbstbeginn 2018 wieder seinen Schlafplatz ein, exakt an der gleichen Stelle wie 2017! Ob er nun jeden Abend kommen wird?
Bemerkenswert, dass auch die weiblichen Bewohnerinnen 2000 – 2017, also  AURORA, JETTA und PALATINA –  nach häufigem Probe-scharren – ihre endgültige Nistmulde exakt immer an der gleichen Stelle im hinteren Teil des Nistkastens, etwas aus der Mitte nach Norden versetzt, anlegten.
 

 
 
 
Danke, Krystyna!

27.Aug., 2018

Früher Beginn der Herbstbalz

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Wenn ich mich recht erinnere, sahen wir solche Szenen immer erst gegen Ende September oder Oktober. Nun schon Ende August! Hat das etwas zu tun mit dem langen Sommer, der nun sich schnell (Laubverfärbung!) in einen Herbst wandelt? Da gibt es wohl keine vernünftige Antwort. Auf jeden Fall freuen wir uns, dass wir beide gesund und munter wieder betrachten können.
 
Danke, Krystyna!
 

27.Aug., 2018

„Vögel – zwischen Himmel und Erde“

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ist der Titel eines Vogelbuchs, das mir sehr gut gefällt und das ich – ausnahmsweise – unter der Vielzahl der Vogelbücher empfehle. Dem Verfasser (stellvertretender Direktor des Staatlichen Museums für Naturkunde, Stuttgart und Biologe), gelingt es, 32 Vogelarten (mit 67 ausgezeichnet gelungenen Illustrationen von Paschalis Dougalis) vorzustellen, die wir wohl alle – irgendwie – kennen, uns aber dabei Erstaunliches und Neues aus der Wissenschaft und Unbekanntes aus der Volkskunde, Lyrik und Kunstgeschichte mitzuteilen. Interessant zu lesen, was die Vogelkundler des 19. Jahrhunderts ( Naumann, Bechstein, Heinroth, v. Linné) über die aufgeführten Arten schrieben und was die Volkskunde zu den Arten überlieferte.
Neben der Kurzweile kommt die Wissenschaft nicht zu kurz: Nun habe auch ich als Laie endlich verstanden, wie der Vogelgesang gebildet wird und wie sich die Vogelatmung von der unsrigen unterscheidet. Nun kann auch ich bei der Unterscheidung von Fitis und Zilpzalp mitreden, denn ich kenne nun die Handschwingenprojektion.
Dass beim Kapitel Wanderfalke unser Nistkasten auf der Heidelberger Heiliggeistkirche genannt und beim Kapitel Nilgans unsere Abwehrtechnik gegen „Entmietung“ geschildert wird, ehrt uns.
Das handliche Büchlein liest sich unterhaltsam und macht Freude!
Ulrich Schmid, Vögel zwischen Himmel und Erde, 2018 Franck-Kosmos-Verlagsanstalt, Stuttgart, ISBN 978-3-440-15870-8, 140 S., 20 EURO

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Das Paar ist anwesend

 

Der Tagebuchschreiber war 10 Tage nicht in Heidelberg und freut sich über Meldungen von ZEPHYR, der übernachtet und PALATINA auf der Anflugstange.

Danke, M.H., S.F., M.D. und E.E.

19. August 2021|0 Kommentare
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