Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
Seit 1999 schreibt Hans-Martin Gäng das Tagebuch über die Heidelberger Wanderfalken. In über 5000 Einträgen können Sie nachlesen, was seit 1999 alles passiert ist. Dort finden Sie auch viele Informationen zur Biologie des Wanderfalken und zum Verlauf der Brut und Aufzucht des Nachwuchses.
ZEPHYR geht zur Ruhe
Danke, Coriena!
Ob ZEPHYR wieder hier übernachten wird?
Allmählich kommt ja nun der Herbst mit Nässe und Kälte…

Das „Knie“ ist die Ferse!
Ich mache mal wieder den Lehrer!
„Nein, liebe Schülerinnen und Schüler! Das, was beim Vogel – und auch bei vielen anderen Tieren – nach hinten ragt, ist nicht das Knie sondern die Ferse!“ – „Ja, das hast Du noch in der 2. Klasse falsch gemacht, wenn Du ein Pony oder Einhorn gezeichnet hast!“
Wie oft habe ich das früher in der Schule korrigieren müssen! Was wir so gelb oberhalb der roten Beringung bei PALATINA als Tarsometatarsus aus dem Federkleid ragen sehen, ist nicht der Unterschenkel, sondern der Fuß! Tibia und Fibula, das, was wir Schienbein nennen, sind unter den Federn nicht sichtbar, ganz zu schweigen vom Femur, dem Oberschenkel. Dass was wir so locker-falsch als „Fuß“ beim Falken bezeichnen, Falkner sagen sogar manchmal „Hand“ dazu, sind seine Zehen (mit sehr spitzen Zehennägeln)! Drei nach vorn, eine nach hinten.
(Illustration aus WIKIPEDIA)
Vita activa und Vita passiva
Wanderfalken, auch andere Greifvögel und Beutegreifer, ruhen oft lnge Zeitvöllig entspannt ohne sich zu regen. Manchmal sehen wir hier über die Webcams – was wir in der freien Natur an einem Felsenhorst selbst mit einem guten Spektiv niemals beobachten könnten – wie sich die Nickhaut (neben dem unteren und oberen Lid ein drittes Augenlid der Greifvögel und Eulen) langsam über das Falkenauge schiebt. Das glänzend schwarze Auge erscheint uns dann plötzlich grau-weiß wie „tot“.
Zephyr um die Mittagszeit
Danke, Krystyna!
ZEPHYR bleibt in Kastennähe
Das ist ganz gut so. Wer von uns Menschen weiß schon, was sich da alles am Himmel bewegt? Da ist die Anwesenheit des territorialen Paars in Horstnähe angesagt…
Danke, Coriena!
Herbstbalz
Danke, Krystyna, danke Coriena für den Mitschnitt!
ZEPHYR passt auf, damit kein Konkurrent sich hier einnistet
Danke, Coriena, für diesen clip!
Mir fällt wieder einmal auf, dass die „Platzhalter“ – also z.Zt. das territoriale Paar ZEPHYR & PALATINA sich meist am äußeren Ende der Anflugstange aufstellen, mit der weißen Brust meist zu den schwarz-grauen Schieferschindeln gewendet. Nur selten mit der weißen Brust und Kehle nach vorn! Gerade so, als wollten sie sich etwas tarnen. (Wir Menschen würden uns nie mit dem Gesicht zum Dach aufstellen, nicht wahr?) Heute ist auch das blau-graue Deckgefieder seines Rückens gut zu betrachten.
Wir sahen diese Haltung auch bei den Vorgängern/-innen (AURORA & FRITZ, PHÖNIX, JETTA & PERKEO!
Wir beobachten dabei auch, wie gelenkig eine Falken-Wirbelsäule ist, denn sie haben bei dieser Haltung keinerlei Probleme zu beobachten, was sich hinter ihrem Rücken in der Luft abspielt. Wir Menschen haben 7 Halswirbel, Falken 15!
ZEPHYR am Morgen des 11. 10.2018
Danke, Krystyna!
ZEPHYR schaut mal wieder vorbei
11. 10.2018
Danke Coriena!
Und wenn es keinen Nistkasten für die Heidelberger Wanderfalken gäbe?
Das werde ich gelegentlich gefragt, meist mit Lob und Anerkennung verbunden, gerade so, als würden Wanderfalken ohne menschliche Unterstützung nicht zur Brut kommen. Vögel gibt es aber seit vielen Millionen Jahren, seit unvorstellbar langen Zeiten in denen es noch keine Menschen gab! Uns gibt es erst seit kurzer Zeit auf dieser Welt und wir erkennen jeden Tag, dass wir der Erde und ihren Bewohnern – gleich ob Pflanzen, Tieren, Klima, Luft und Wasser – wenig Gutes antun. Seit Jahrmillionen kommen die Vögel, auch die Wanderfalken – die es auf allen Kontinenten (außer der Antarktis) gibt – mit der Welt zurecht und haben sich perfekt angepasst.
Alle zehn Falkenarten, die es in Europa gibt (weltweit etwa 38 Arten Falco) bauen selbst kein Nest! Sie legen ihre Eier in eine Baumhöhle, in eine Fels- oder Mauernische oder auf einem Felsband ab. Sie nutzen auch verlassene Nester anderer Vögel, so haben wir auch in Nordbaden seit einigen Jahren eine Brut des Wanderfalken auf einem Baum!
Durch das Freizeitverhalten von uns Menschen, z.B. Klettersport, Gleitschirmfliegen, Geocaching, Grillen, Zelten, Wandern, Drohnenflug, Kajakrudern in Nähe natürlicher Brutplätze (Felswände) des Wanderfalken ist das Brüten dort in den letzten Jahrzehnten für den scheuen Falken schwierig geworden. Selbst wenn die Naturschutzbehörden die Annäherung und das Stören dort verbieten, so halten viele „Naturfreunde“ sich nicht daran.
Dagegen sind die von Menschen angebotenen Nistplätze auf hohen Gebäuden (Hochhäuser, Türme, Brücken) meist für Menschen unzugänglich und deshalb für die Falken sicher. In England gibt es Kirchtürme auf denen seit Jahrhunderten Wanderfalken brüten! Selbst auf sich bewegenden Großbaggern in der Kölner Bucht (Hambacher Wald!) brüten auf rostigen Stahlträgern in großer Höhe Wanderfalken! Bis aus den Eiern die Küken schlüpfen hat sich der Brutplatz auf dem Bagger viele hundert Meter weiter an der Abbaukante bewegt!
Wenn also auf der Heiliggeistkirche kein Nistkasten wäre, würden sich die Wanderfalken eine andere sichere Ecke suchen, vielleicht unter einer hohen Autobahnbrücke oder auf einem hohen Industriebau?
Wanderfalke im Weltall
Japan benennt seine Raumsonden „Wanderfalke“, was uns erfreut. „HAYABUSA 2“ hat am Mittwochmorgen aus 51 m Höhe einen 10 kg schweren Kasten MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) auf den steinigen Boden des kohlrabenschwarzen Asteroiden „Ryugu“ fallen lassen. Wegen der schwachen Anziehungskraft des Asteroiden (ein Vierzigtausendstel der irdischen Gravitation) ist das in Bremen zusammen geschraubte Forschungsgerät sehr sanft gelandet.
Zum Herbstbeginn
und als Test für meine Einträge habe ich ein Foto von K. aus dem Jahr 2014 gefunden: Ein Altfalke passiert das Turmkreuz von Heiliggeist.

Unsere Website ist neu gestaltet! Viel Freude bei uns!
Das ist ein schöner Tag für mich und bestimmt auch für unsere Besucher/-innen!
Es gibt eine Reihe von Gründen, vor allem Anforderungen des Datenschutzes, des Urheberrechts etc.pp., die eine Neufassung unserer Website forderten. Unser Webmaster T.J., seit Beginn unseres Projekts an unserer Seite, also seit zwei Jahrzehnten (!), hat die neue Fassung – wieder einmal – ehrenamtlich in vielen Stunden Arbeit für uns geleistet. Dafür sage ich, bestimmt auch im Namen unserer Gäste:
HERZLICHEN DANK!
Die Zugriffe auf unsere Websites sind seit Beginn unseres Projekts von Jahr zu Jahr zahlreicher geworden: Nun sind sie einfach und führen schnell zum Kirchturm und zu den Falken, nicht wahr?
Auch mein Tagebuch bietet sich zur schnellen Lektüre an. Ich bin glücklich, dass meine 5 000 Einträge aus den Vorjahren noch immer auffindbar und lesbar sind. Denn auch ich – “ Da habe doch schon einmal etwas dazu geschrieben!“ – greife oft auf meine Dokumente zurück, wenn ich etwas erklären soll.
Wir haben lange überlegt, ob wir das Gästebuch beibehalten. Wir vertrauen weiter auf die vernünftige Nutzung.
Neue Website
Liebe Besucher, hier ist sie nun, die neue Website. Wir haben uns für eine „softe Veröffentlichung“ entschieden. Das heißt, es wird die nächsten Wochen weiter an der Seite gearbeitet. Die wichtigsten Dinge (Tagebuch, Webcams) funktionieren aber. Bitte haben Sie Verständnis, wenn mal für ein paar Stunden etwas nicht richtig funktioniert.
Tobias Jöst
Tagebuchautor ist wieder in Heidelberg
und freut sich über Meldungen von Sichtungen unseres Paares: ZEPHYR , aber auch PALATINA zeigten sich ab und zu am Nistkasten. Danke M.H., D.B., und T.P.!


Besuch von ZEPHYR am 30. August
Danke, M.H., S.B. und E.E.!
!
Der Tagebuchschreiber ist in Urlaub
und wird deshalb bis zur 38. KW hier nichts berichten können. Auch Ihnen eine gute Zeit!
HMG