Die letzte erfolgreiche Brut war 1953 an der Schlossruine. Brutversuche in einem Nistkasten am Heizkamin der Universität im Neuenheimer Feld blieben bisher erfolglos.

WIEDERANSIEDELUNG: 1999-2000 Nachdem sich der Wanderfalkenbestand in den letzten Jahren deutlich erholt hatte, wurden auch in Heidelberg immer wieder Wanderfalken beobachtet. Sie nutzten Kirchtürme der Altstadt als Schlafplatz und Warte (Ansitz). In einem gemeinsamen Projekt der „Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz“, der Geschwister-Scholl-Schule GHWRS in Heidelberg-Kirchheim, der Pfarrgemeinde Heiliggeistkirche und der Pflege Schönau als Eigentümerin der Kirche wurde deshalb im Februar 1999 in einer Fensteröffnung im Turmhelm der Heiliggeistkirche in 56 m Höhe ein Nistkasten für Wanderfalken eingerichtet.

Das Team: Hans-Martin Gäng, Naturschutzwart, Michael Preusch, Naturschutzwart, Reinhard Reetz, Werklehrer, Albrecht Spatzier, Oberlehrer, Kadri Berisha, Schüler, Martin Gabor, Schüler, Waldemar Gleim, Schüler, Heinrich Lieder, Schüler.

Der Nistkasten: 1,50 m lang, 1,00 m breit, 2,00 m hoch, aus Holzfaserplatten. Bodenschicht aus Kies, Sand, Nadelstreu 0,20 m.

Der Kasten ist elektronisch gesichert und wird überwacht.

Bereits im Mai 1999 besetzte ein damals zweijähriges, von der „AG Wanderfalkenschutz“ beringtes Wanderfalkenweib mit einem erwachsenen Terzel den Nistkasten und hält seit diesem Zeitpunkt das Stadtgebiet als Territorium. Die Initiatoren des Projekts benannten das Wanderfalkenweib AURORA und den Terzel FRITZ.

FRITZ, der 1999 bereits im Alterskleid war, wird 2005 letztmals gesehen. 2006 brütet AURORA nicht, wird aber mit einem neuen Terzel balzend beobachtet, den wir 2007 PHÖNIX nennen. Mit ihm brütet sie 2007, 2008 und – erstmals am Römerkreis –  2009.  2009 übernimmt ein neues Paar JETTA und PERKEO den Heiliggeist-Nistkasten.

2014 wird JETTA nicht mehr beobachtet. Ist sie tot oder von einem neuen Wanderfalkenweibchen verdrängt worden? Wir wissen es nicht. PERKEO ist nun mi einem rot-beringten Falkenweibchen verpaart. Wir nennen sie PALATINA.  2015 schlüpft das 50. Küken seit Beginn des Projekts aus diesem Nistkasten!