Das werde ich oft gefragt, zuletzt im April auch von den Redakteuren der beiden TV-Beiträge zu den Heiliggeist-Wanderfalken. In meinem Fall waren das Begegnungen, nein, Erlebnisse  mit wild lebenden Wanderfalken Ende der 1960-er Jahre, die bei mir zu einem großen Staunen führte. Es wurde notwendig, diesen Horst – einer der letzten im Nordschwarzwald – zu bewachen, da über lange Jahre die Küken gewildert wurden. So verbrachte ich mit Freunden und Helfern über viele Jahre während der Brutzeit schöne Stunden an einer abgelegenen Felswand und lernte viel durch Beobachtung über diesen Vogel.

Gestern erhielt ich von diesem Brutplatz ein aktuelles Foto, das auch noch zu meiner Freude von einem ehemaligen Schüler und späteren Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr stammt. Dass nach fünf Jahrzehnten dort noch immer Wanderfalken brüten und junge Falken erfolgreich ausfliegen können, ist für mich eine schöne Erinnerung. Ich beobachtete damals  dort die Falken nur aus großer Entfernung, rätselte oft, was dort gerade geschah, aber es war selbstverständlich ein romantisches Naturerlebnis in Kälte und Hitze, oft Nässe, manchmal Gewitter, mit Vogelgezwitscher, ohne Verkehrs-und Menschengelärm, wunderbare Stunden in der Morgendämmerung oder am Abend.

 

Danke, M.H.! Foto: Otmar Sch.