Manchen Arten geht es gut, wenn sie gerne in der Nähe des Menschen leben.  Die drei häufigsten Arten in deutschen Siedlungen und Städten sind Amseln, Buchfinken und Spatzen. Weniger gut sind die Zahlen der Stare (Vogel des Jahres 2018). Auch Vogelarten, die im Wald leben, geht es –  noch? – ganz gut: sowohl der Schwarzstorch, der Kleiber und der Mittelspecht zeigen gute Zahlen. Woher wissen wir das? Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA)  erfasst seit 1990 alljährlich systematisch die Zahl der Vogelarten, die in Deutschland brüten. Vier mal im Jahr werden in 2637 über ganz Deutschland verteilten Probeflächen alle Vögel notiert, die man dort hören oder sehen kann. In den Vorjahren hatte man zunächst vor allem von besonders attraktiven und bedrohten Arten, wie zum Beispiel vom Wanderfalken, vom Weißstorch und Steinadler genaue Bestandszahlen erhoben. Inzwischen macht man das mit vielen Arten, mit erschreckenden Ergebnissen.  Der Bestand des Kiebitzes beispielsweise ist seit 1990 um ca.75 % eingebrochen, ebenso der Bestand der Feldlerche.

 

 

 

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