Die Entnahme des Falken, der sich mit Klauen und Schnabel wehrte, ist  mit Geflatter verbunden. Um ihn – und mich  – nicht zu verletzen, muss ich seine Fänge festhalten. Der Falke ist selbstverständlich unter großem Stress. Ich werfe ihn in die Luft Richtung Jesuitenkirche. Er fällt zunächst  10 m hinunter, fliegt dann energisch zur benachbarten Kirche, umrundet deren Turm, kehrt hoch über uns zurück, will wohl oben auf dem Heiliggeistkirchturm landen, rutscht über das Schieferdach ab, fliegt wieder hinüber zur Jesuitenkirche, an ihr vorbei und verschwindet im Grün.

Dieser Falke kann fliegen und wird nun wohl auch sicher landen können. Das alles fand in angemessener Eile statt, keine(r) hatte Zeit und die Idee, die Ringnummer unter meinen Händen abzulesen.  Es soll ja auch niemand mehr diesen Falken in seine Hände bekommen, nicht wahr?