Das steht noch nicht in den Vogelbüchern! In Heidelberg sind wir nahe der modernsten Evolutionsforschung, auch die DNA-Analysen der Zellen unserer Wanderfalkenküken tragen dazu bei. In einigen der vergangenen Jahre haben Mediziner bei der Beringung der Jungfalken Gewebeproben – nicht nur wegen der Vogelgrippe – entnommen.Über das Institut für Pharmazie und Molekulare  Biotechnologie IPMB der Universität erfuhren wir bereits 2012 von Prof. Dr. Michael Wink die neuesten Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung (Forschungsmagazin Ruperto Carola 1/12, S. 36 ff. www.uni-heidelberg.de/presse/ruca):

„Heute existieren auf der Erde 10 300 Vogelarten; 5 700 davon entfallen auf die Ordnung der Sperlingsvögel, die man in über 30 Ordnungen und 2 000 Gattungen zusammenfasst. … Die amerikanische Molekularbiologin Shannon Hacket und ihre Mitarbeiter veröffentlichten im Jahr 2008 in der Zeitschrift „Science“ eine neue Systematik der Vögel, die sich auf die Analyse der DNS-Sequenzen von 19 Genen aus dem Genom aller wichtigen Vogel-Familien stützt. Dieser Stammbaum der Vögel wird gegenwärtig als die beste Phylogenie-Hypothese angesehen. … Die Neuweltgeier wurden früher zu  den Störchen gestellt. Den neueren Daten nach sind sie offenbar doch Greifvögel. Und die Falken, die man üblicherweise mitsamt den übrigen Greifvögeln zu den „Falconiformes“ vereinigte, sind vermutlich eher mit den Papageien verwandt. Papageien bilden die Schwestergruppe der Sperlingsvögel. Die Dreiergruppe aus Falken Papageien und Sperlingsvögeln wurden in einer kürzlich veröffentlichten Arbeit als Verwandtschaftsgruppe bestätigt und neu als „Eufalconimorphae“ bezeichnet.“
4