Im November/Dezember 2000 waren AURORA und FRITZ nicht zu beobachten. Erst um die Jahreswende konnten wir die eine oder den anderen auf den Turmspitzen der Jesuitenkirche und Heiliggeistkirche sitzen sehen. Ab Januar beobachteten wir Balzflüge und AURORA besuchte fast täglich kurz den Nistkasten, der ab 12. Januar video- überwacht wurde. Bereits im Januar wurden Kopulationen beobachtet und ab Mitte Januar scharrten beide im Kasten regelmäßig Nestmulden.

Im Februar halten sich beide Altfalken täglich mehrmals, auch über längere Zeit, im Nistkasten auf : Meist lockt AURORA laut "ack-zickend" FRITZ in den Kasten. Immer häufiger bringt er Beutereste mit. AURORA übernachtet nun im Nistkasten. In der Nacht zum 6. März wird das erste Ei gelegt, am 8. März, gegen 11 Uhr, das 2. Ei, das 3.Ei am 11. März gegen 6.40 Uhr, das 4. Ei am 13. März gegen 16.40 Uhr. Die Brut verläuft ohne jede Störung.

Am 13. April schlüpfen zwei Jungfalken, am 15. April zwei weitere, die am 3. Mai von Michael Preusch links aluminium- farben, rechts hellblau beringt werden. Es sind vier weibliche Wanderfalken, die DONNA (570 g), REINI (695 g), LIESE (600 g) und LOTTE (600 g) benannt werden. Am 23. Mai fliegen drei Jungfalken erfolgreich aus, am 25. Mai auch das Nesthäkchen. Standort der jungen Wanderfalken in den folgenden Wochen ist vor allem der Dicke Turm der Schlossruine über der Altstadt. Bis Anfang August sind die Jungfalken mit ihren Eltern über der Stadt zu beobachten, dann löst sich der Familienverband auf. AURORA ist weiterhin fast täglich auf der Heiliggeistkirche zu beobachten.